Chiropraktik

Was ist Chiropraktik?

Chiropraktik ist eine manuelle Therapieform, die schon sehr lange besteht. Schon Hippokrates hat gesagt "Erlanget Wissen über die Wirbelsäule, sie hält den Schlüssel für viele Krankheiten"

Die Chiropraktik befaßt sich mit der Wirbelsäule und ihren Gelenken, aber auch mit den Extremitäten und dem Becken. Im Wirbelkanal verläuft das Rückenmark, aus dem die Nerven austreten, um sämtliche Organe und Muskeln zu versorgen. Durch Verschiebungen einzelner Wirbel, was vom Chiropraktiker als Subluxationen bezeichnet wird, kommt es dazu, dass die Nerven eingeklemmt werden und daher in ihrer Funktion eingeschränkt sind. Es hört sich für Manche bedrohlich an, dass ein Wirbel verschoben sein kann, aber dabei handelt es sich um minimale Veränderungen, die auf keinem Röntgenbild sichtbar sind.

Diese Subluxationen fallen vielen nicht sofort auf, da der Körper das sehr lange kompensieren kann und es einige Zeit dauern kann, bis man klinische Symptome, wie zum Beispiel eine Lahmheit, erkennt. Deshalb ist es auch sehr wichtig, Chiropraktik nicht nur als Therapie zu sehen, sondern auch als Vorbeugung!

Im Rahmen einer chiropraktischen Untersuchung wird jeder Wirbel einzeln abgetastet und seine Beweglichkeit überprüft. Wird eine Subluxation festgestellt, dann wird ein so genanntes adjustment (ein kontrollierter Stoß mit hoher Geschwindigkeit und kleiner Amplitude an der bestimmten Bewegungseinheit) durchgeführt, um die vollständige biomechanische Funktion wieder herzustellen. Es gibt aber auch andre Methoden, wie zum Beispiel "set and hold", dabei wird im Bereich der Veränderung ein steter Druck ausgeübt , ohne dass ein Stoß ausgeführt wird.

Chiropraktik hat nichts mit Knochenbrechen zu tun, etwas was leider sehr viele Leute damit verbinden. Ein grobes Manipulieren am Tier, mit Hochreißen der Beine oder herumreißen des Kopfes hat nichts mit Chiropraktik zu tun!

Ich empfehle meinen Patienten, ihr Tier einmal im Jahr, am besten im Zuge der jährlichen Impfung komplett chiropraktisch durchuntersuchen zu lassen, denn Vorbeugung ist immer besser als Heilung!

Für wen ist Chiropraktik geeignet?

Prinzipiell für alle Lebewesen, die eine Wirbelsäule besitzen. Beim Großteil der Patienten handelt es sich aber um Pferde und Hunde. Allerdings nehmen auch viele Katzenbesitzer diese Form der Vorbeugung und Therapie für ihre Samtpfoten gerne in Anspruch.

Sportler:

Viele Sportarten, die wir mit unseren Tieren durchführen, können den Bewegungsapparat unserer Vierbeiner ordentlich beanspruchen, sei es beim Springreiten, der Vielseitigkeit und der Dressur,

aber auch im Hundesport zum Beispiel Agility, Flyball, Frisbee, Schutzdienst und noch vieles mehr.

Mit Chiropraktik kann man den tierischen Athleten wertvolle Dienste leisten, ihr Wohlbefinden erhalten beziehungsweise steigern.

Der alte Patient:

Gerade den älteren Semestern unter unseren Tieren kann man den Alltag sehr erleichtern, wenn man sie regelmäßig untersuchen läßt und dadurch ihre Beweglichkeit erhält. Die verminderte Beweglichkeit beginnt oft schleichend, zum Beispiel kann der Hund auf einmal nicht mehr ins Auto springen, das Treppensteigen wird mühsam, oder das Aufstehen fällt schwer.

Mit dem Erhalten der Beweglichkeit durch Behandlungen und gezielte Übungen kann man sein Tier auch bis ins hohe Alter fit halten.

Nach Verletzungen und Operationen:

Verletzungsbedingte Schonhaltung bewirkt auch, dass das ganze Nerven- und Muskelsystem aus dem Gleichgewicht kommt.

Durch gezielte Massagen bestimmter Muskelgruppen und Ausgleichen der Schonhaltung kann man den Patienten eine schnelle Regeneration ermöglichen, damit er so rasch wie möglich wieder den ganz normalen Alltag bewältigen kann.